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Warum die Heizkosten steigen: Ursachen und Überblick Die Entwicklung der Heizkosten ist in den letzten...

Jul 28, 2025
Lesezeit: 5 Min
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Warum die Heizkosten steigen: Ursachen und Überblick

Die Entwicklung der Heizkosten ist in den letzten Jahren durch verschiedene Faktoren stark beeinflusst worden. Neben globalen Entwicklungen wie politischen Krisen und der damit verbundenen Volatilität der Energiemärkte spielen auch nationale Aspekte eine Rolle. Der CO2-Preis, der seit 2021 auf fossile Brennstoffe erhoben wird, verteuert Heizöl und Erdgas zusätzlich. Auch die Lieferkettenprobleme und eine allgemein hohe Inflation tragen zu den Preissteigerungen bei.
Diese Gemengelage führt dazu, dass viele Haushalte mit deutlich höheren Abrechnungen konfrontiert sind. Doch statt in Resignation zu verfallen, ist es jetzt an der Zeit, aktiv zu werden und den eigenen Energieverbrauch zu optimieren.

Kurzfristige Maßnahmen: Soforthilfe für Ihren Geldbeutel

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die schnell eine spürbare Entlastung bringen. Diese Sofortmaßnahmen können Sie sofort umsetzen:

  • Heizverhalten optimieren: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart Energie. Schon eine Absenkung um 1 Grad Celsius kann den Heizenergieverbrauch um etwa 6 % senken. Nutzen Sie Thermostate bewusst und stellen Sie die Temperatur in selten genutzten Räumen niedriger ein (z.B. 16-18°C).
  • Richtig lüften: Statt Fenster dauerhaft zu kippen, sollten Sie mehrmals täglich für 5-10 Minuten Stoßlüften. Drehen Sie währenddessen die Heizkörper ab. Dies sorgt für frische Luft ohne unnötigen Wärmeverlust.
  • Heizkörper entlüften: Gluckernde Heizkörper sind ein Zeichen für Luft im System. Entlüften Sie diese regelmäßig, um die volle Heizleistung zu gewährleisten und Energie effizient zu nutzen.
  • Möbel richtig platzieren: Stellen Sie sicher, dass Heizkörper nicht durch Möbel, Vorhänge oder Verkleidungen verdeckt sind. Die Wärme muss sich ungehindert im Raum verteilen können.
  • Zugluft stoppen: Prüfen Sie Fenster und Türen auf undichte Stellen. Einfache Dichtungsbänder aus dem Baumarkt können Zugluft verhindern und Wärmeverluste minimieren.
  • Rollläden und Vorhänge nutzen: Schließen Sie Rollläden, Jalousien und dicke Vorhänge in der Nacht. Sie bilden eine zusätzliche Isolierschicht und halten die Wärme im Raum.

Mittelfristige Lösungen: Effizienz steigern, Kosten senken

Nach den Sofortmaßnahmen gibt es weitere Schritte, die etwas Planung erfordern, aber das Einsparpotenzial deutlich erhöhen:

  • Hydraulischer Abgleich: Dies ist eine der effektivsten Maßnahmen. Ein Fachbetrieb stellt dabei sicher, dass das Heizwasser optimal in allen Heizkörpern verteilt wird. Das verhindert, dass einzelne Räume überhitzt und andere nicht warm genug werden. Ergebnis: Gleichmäßige Wärme und weniger Energieverbrauch.
  • Alte Heizungspumpen tauschen: Veraltete Heizungspumpen sind oft wahre Stromfresser. Der Austausch gegen eine hocheffiziente Heizungspumpe amortisiert sich in der Regel bereits nach wenigen Jahren.
  • Optimierung der Heizungsanlage: Lassen Sie Ihre Heizungsanlage von einem Fachmann überprüfen. Oft können durch eine Anpassung der Vorlauftemperatur, der Heizkurve oder die Installation programmierbarer Thermostate erhebliche Einsparungen erzielt werden.
  • Dämmung von Heizungsrohren: Freiliegende Heizungsrohre in unbeheizten Kellern oder Räumen geben unnötig Wärme ab. Eine einfache Rohrdämmung ist kostengünstig und hochwirksam.
  • Dämmung der obersten Geschossdecke/Kellerdecke: Dies sind oft einfache und kostengünstige Dämmmaßnahmen, die einen großen Effekt haben. Ein großer Teil der Wärme entweicht nach oben oder unten.

Langfristige Strategien: Nachhaltig heizen und den Wert steigern

Wer langfristig Heizkosten senken und sein Gebäude zukunftsfähig machen möchte, kommt um größere Investitionen nicht herum. Diese Maßnahmen erhöhen nicht nur die Energieeffizienz, sondern steigern auch den Wert Ihrer Immobilie:

  • Heizungsmodernisierung: Der Austausch einer alten, ineffizienten Heizungsanlage (z.B. Öl- oder Gaskessel) durch moderne Alternativen wie eine Wärmepumpe, eine Biomasseheizung (Pelletkessel) oder einen Hybridheizung (Kombination aus fossiler und erneuerbarer Energie) ist eine der wirksamsten Maßnahmen.
  • Gebäudehülle optimieren: Eine Fassadendämmung, der Austausch alter Fenster und Türen oder eine Dachdämmung reduzieren den Wärmeverlust massiv. Dies sind umfassende Maßnahmen, die den Energiebedarf Ihres Hauses grundlegend senken.
  • Nutzung erneuerbarer Energien: Installieren Sie eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung oder eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Dies macht Sie unabhängiger von externen Energieversorgern.
  • Energetische Komplettsanierung zum Effizienzhaus: Dies ist der umfassendste Ansatz. Durch die Kombination verschiedener Maßnahmen wird Ihr Gebäude zu einem Effizienzhaus umgebaut, was höchste Energieeffizienz und maximale Förderungen bedeutet.

Für die Planung langfristiger Maßnahmen ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) durch einen zertifizierten Energieberater dringend empfohlen. Er zeigt Ihnen die sinnvollste Reihenfolge der Maßnahmen und hilft Ihnen, alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

Fördermöglichkeiten: Staatliche Unterstützung clever nutzen

Investitionen in Energieeffizienz werden vom Staat massiv gefördert. Es lohnt sich, diese Unterstützung zu nutzen:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Dies ist das zentrale Förderprogramm des Bundes. Es unterteilt sich in:
  • BEG EM (Einzelmaßnahmen): Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen (z.B. Dämmung, Fenstertausch, Heizungstausch, Heizungsoptimierung). Die Förderquoten können hier bis zu 25-45% der förderfähigen Kosten betragen, mit Bonus sogar noch höher.
  • BEG WG (Wohngebäude): Zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss für die Sanierung zum Effizienzhaus (KfW-Programme).
  • iSFP-Bonus: Wie bereits erwähnt, erhalten Sie einen zusätzlichen 5 %-Bonus auf die BEG EM-Förderung, wenn die umgesetzte Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist.
  • Steuerliche Absetzbarkeit: Alternativ zu den direkten Förderungen können energetische Sanierungsmaßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen auch steuerlich abgesetzt werden.
  • Regionale Förderungen: Prüfen Sie, ob Ihre Kommune oder Ihr Bundesland zusätzliche Förderprogramme anbietet.

Um die passenden Förderungen zu finden und korrekt zu beantragen, ist die Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten (EEE) unerlässlich. Dieser ist auch für viele Förderanträge Voraussetzung.

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